Unsere aktuelle Ausstellung
framing –
Rahmen im Wandel der Zeit. Eine Ausstellung über Inspiration und Wirkung.
Das englische Wort „framing“ beschreibt ganz generell die Art und Weise, wie Inhalte präsentiert werden. Der Begriff wird in unterschiedlichen Disziplinen verwendet, wie in den Sozial-, Politik- und Kommunikationswissenschaften, der Psychologie oder bei der Programmierung von HTML-Webseiten. Übergeordnet geht es dabei allerdings immer um Wahrnehmung, Struktur, Präsentation und Orientierung. Bei Bilderrahmen ist das ähnlich – je nachdem wie sie beschaffen sind, geben sie Bildern Halt und können deren Wirkung sehr unterschiedlich beeinflussen.
In unserer Galerie FRAME zeigen wir dazu eine Ausstellung über die gestalterische Entwicklung des Rahmens und darüber, wie sich RahmenmacherInnen über die Jahrhunderte gegenseitig inspiriert haben. Seit dem Mittelalter wurden Rahmen (werden heute auch noch) aus vier ineinandergesteckten Holzleisten gebaut. Als kunsthandwerkliche Objekte bewegten sie sich im Spannungsfeld zwischen Architektur, Interieur und Malerei und haben jeden Kunststil begleitet – durch Anpassung oder im bewussten Bruch mit dem Vorherigen. Ihre technische und gestalterische Vielfalt zeigt, dass Rahmen immer wieder neu gedacht wurden, je nach Zeitgeist und Kontext.
Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Rahmen des frühen 20. Jahrhunderts im Vergleich zu historischen Rahmen aus der Renaissance und dem Barock. Viele der Grundelemte eines Rahmens wie z. B. das Profil, wiederholten sich in abgewandelter Form innnerhalb der Jahhunderte. Besonders spannend wird es dort, wo historische Stilelemente nicht einfach kopiert, sondern zeitgemäß neu interpretiert wurden. Dabei stellt sich die Frage: Wie und warum haben sich KünstlerInnen mit Rahmen beschäftigt?
Wie bereits bei unseren letzten beiden Ausstellungen — „Beschriftete Renaissance-Rahmen“ und „Barockrahmen“ — begleiten wir auch diese Ausstellung mit einem Veranstaltungsprogramm.
Auf der Seite über unserer Galerie FRAME finden Sie alle Veranstaltungen zum Thema.