Mit dem Auftreten von Gemälden auf Holz im späten Mittelalter dienten die ineinander gesteckte Holzleisten als Bilderrahmen. Ihre technische und gestalterische Vielfalt zeigt, dass sie über die Jahrhunderte immer wieder neu gedacht wurden, je nach Zeitgeist und Kontext. Rahmen geben nicht nur Halt; Rahmen können die Wirkung eines Bildes sehr unterschiedlich beeinflussen. Wie haben Künstler, Auftraggeber, Sammler und Kunsthändler damit jeher gearbeitet? Wie fällt heute das Urteil für den passenden Rahmen?

Tanja Lemke-Mahdavi und der Kunsthistoriker und Historiker Thomas R. Hoffmann werden beim gemeinsamen Gang durch die Ausstellung im dialogischen Gespräch in die jeweiligen Epochen einführen, ihre Charakteristika an Hand der Originale vorstellen und die Fragen nach dem passenden Rahmen um ein Bild erörtern.

Eintritt: 20,00€, ermäßigt 10,00€
Anmeldung unter
rahmen@antike-rahmen.de


Was wäre ein Gemälde ohne seinen Rahmen?
Eine Frage, die beim Museumsbesuch zunächst vielleicht nebensächlich erscheint. Schließlich richtet sich unser Blick auf das Gemälde. Und doch prägt der Rahmen ganz wesentlich, wie wir ein Kunstwerk wahrnehmen.

Wie Gemälde im Museum zu ihren Rahmen kommen, kann sehr unterschiedlich sein. Peter Schade, Leiter der Rahmenabteilung der National Gallery in London, gibt uns Einblicke in seine Welt. Seit 2005 ist er dort für die Rahmung der Sammlung verantwortlich und hat mehr als 450 Gemälde neu gerahmt. Dabei sucht er weltweit nach historischen Originalrahmen – oder fertigt als gelernter Holzbildhauer auch gleich den passenden Rahmen selbst an.

Im anschließenden Gespräch geht es um die Bedeutung von Rahmen in Museen und privaten Sammlungen und um die Frage: Gibt es dabei eigentlich einen Unterschied?

Eintritt: 20,00€, ermäßigt 10,00€
Anmeldung unter
rahmen@antike-rahmen.de 


Wir freuen uns Ihnen das Duo Primevère vorstellen zu dürfen. Ein Klavier- und Liederabend mit Werken von Bach, Beethoven und Clara und Robert Schumann. Dazwischen ein paar Stücke des Musikerehepaares Claire Delbos und Olivier Messiaen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts.

Duo Primevère
Natalia Pegarkova-Barenboim (Klavier) und Sofia Livotov (Sopran) lernten sich 2018 bei einem Konzert im Wismarer Rathaus kennen und gründeten das Liedduo Primevère. Benannt nach dem ersten Liederzyklus von Claire Delbos, widmet es sich wenig bekanntem Repertoire, vor allem Werken von Komponistinnen. Seither konzertierte das Duo u. a. bei „Beethoven bei uns“, in Blackmore’s Musikzimmer und bei der Maria-Anna-Mozart-Gesellschaft in Salzburg. 2025 stellte es in Berlin „Das Genie der Liebenden“ vor, mit der Deutschlandpremiere von Delbos’ Zyklus „Primevère“.

Anschließend bleibt wie immer Zeit für Gespräche bei einem Glas Wein.

Eintritt auf Spendenbasis.
Anmeldung unter
rahmen@antike-rahmen.de 


Mit dem Aufkommen moderner, ausstellungsorientierter Künstler*Innen, die ihre Werke immer häufiger unabhängig von etablierten Institutionen ausstellten, erweiterten sich auch ihre Möglichkeiten, über die Präsentation ihrer Arbeiten selbst zu bestimmen. In diesem Kontext wurden individuell gestaltete Bilderrahmen zu wichtigen Medien der Vermittlung neuer Ausdrucksformen sowie zu Instrumenten künstlerischer Selbstinszenierung.

Anhand ausgewählter Künstlerrahmen aus der zweiten Hälfte des 19. und des frühen 20. Jahrhunderts zeigt Marei Döhring, wie Künstler*Innen zum Beispiel James McNeill Whistler, Franz von Stuck oder Ernst Ludwig Kirchner die Gestaltung ihrer Rahmen gezielt einsetzten, um sowohl sich selbst als auch ihre Werke zu kontextualisieren und die Rezeption ihrer Arbeiten aktiv zu lenken. In einigen Fällen wurden die Rahmen sogar zu einem prägenden Bestandteil der unverwechselbaren künstlerischen Marke.

Marei ist Kunsthistorikerin aus Wien und forscht seit 13 Jahren zu Bilderrahmen des 19. und 20. Jahrhunderts. Wie gewohnt gibt es nach dem Vortrag die Möglichkeit bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

Eintritt: 20,00€, ermäßigt 10,00€
Anmeldung unter
rahmen@antike-rahmen.de


Mein Name ist Tanja Lemke-Mahdavi und gemeinsam mit meinem Vater Olaf Lemke, wollen wir das Wissen über historische Rahmen teilen. Im FRAME haben wir die Möglichkeit in den kreativen Austausch mit allen Interessierten zu gehen. Wir freuen uns über Synergien und Dynamiken, die daraus entstehen.

Ausstellung über Barockrahmen, Oktober 2025 bis März 2026
Ausstellung über Renaissancerahmen und ihre Inschriften, November 2024 bis März 2025

Ausstellung Sep. 25 – März 26: Barockrahmen – mehr als nur Goldrahmen
Führungen mit Thomas R. Hoffmann, Konzert mit Emilie Entsiful und DENIM, Führung mit Barock-Buffet von Nina Wieberger


Ausstellung Nov. 24 – März 25: Rahmung des Nichts – Renaissance-Rahmen und ihre Inschriften beschreiben die Bilder, die sie ursprünglich rahmten
Weitere Informationen dazu auf der Projekt Website „inscribedframes.com“

Fotos: Soundperformance des Duos Haarmannhommelsheim, Piano Stories von Asia Kowalewska, Lieder- und Opernabend mit Josefine Grützmacher, Mary Molnar und Yury Ilinov, Christhard-Georg Neubert zu der Deutung von biblischen Renaissance Motiven.